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Dienstag 27. Oktober 2009

Neues vom Waldelf


Wisst Ihr es noch? Es war der Nachmittag des 13. Dezember 2007 als Lokalreporterin Lady Mabel Wingfield nach einem tollkühnen Flug, im Viktoriapark in Berlin, zur Landung ansetzte. In einem Baum, lächelnd, galant, formgewandt: Der Waldelf, bereit zum Interview. Zur Erinnerung: Interview mit einem Elf.


Er erzählt von vergnüglichen Stunden im Kreise vieler Kinder, die seinen spannenden Erzählungen lauschen, von Hörspielen und Mutmachgeschichten, mit denen er jung und alt verzaubert.


Aber wie das Leben, so hat auch mancher Elf seine zwei phaszinierenden Seiten. Da genügen ein paar gemurmelte Zauberworte, die Ohren beginnen zu schrumpfen, die grüne Kappe fliegt auf magische Weise davon und wo ehemals grüne Strümpfe sassen schlappern, für Elfe eher untypische, Beinkleider. Der Zauberwaldbewohner hat sich zu einem passablen menschlichen Wesen gewandelt!


Was dann geschieht lässt aufhorchen. Fortan sieht man ihn in Synchronstudios...


und bei Filmaufnahmen.


Doch damit nicht genug!
Herr Elf, oder nennen wir ihn in diesem Augenblick Dirk Petrick, hat sein erstes Kinderbuch veröffentlicht!


Die Musentochter am Meer hat schon eines erhalten. Mit Widmung und elfischen Grüßen.

Wo man es erwerben kann? Hier: www.amazon.de
Ein signiertes allerdings gibt es nur im Zauberwald.
Und hier können wir Dirk in die Filmwelt begleiten: www.dirkpetrick.de


Alles Gute Dirk! Wir sehn uns in Berlin!



Sonntag 28. Juni 2009


Es waren einmal...




zwei Freundinnen, die sassen, als sie sich vor Jahren kennenlernten, in einem großen Büro auf zwei großen Stühlen. Und obwohl die Bürostühle gepolstert waren empfanden die Freundinnen sie als so hart, dass sie keinen anderen Wunsch verspürten als aufzustehen und hinaus in die Welt zu gehen. Kaum die Geschäftstüre hinter sich geschlossen fand die eine Erbaung mit Stift und Papier, die andere beim Spiel mit Pinsel und Farben. Und irgendwo hinter Berg und Tal, lag sie, die Vision, die beide verband. Der Traum von einem anderen Leben, von einem Leben im Einklang mit den eigenen Fähigkeiten und dem großen Verlangen die persönliche Schöpferkraft lebendig werden zu lassen.

Bis wir beide, Sandra und ich, den Schritt hinaus wagten und welche Abenteuer und Herausforderungen uns begegneten und wieviele Drachen wir bekämpfen mussten, das ist eine Geschichte für sich. Aber eines möchte ich Euch heute vorstellen. Von Sandra als Jugendsünde bezeichnet, von mir heißgeliebt.


Dieses zauberhafte Gemälde!
Das Geschenk meiner Herzensfreundin begleitet mich seit Jahren überall hin.


Ist es nicht voller Geheimnisse!?

Was mag sich wohl in der Dose befinden? Knöpfe? Perlen? Stoffreste? Hat das Püppchen Zöpfe? Wohin schaut Teddy so gespannt? Und welche Geschichten verbirgt das dicke Buch?

Sicherlich hat Sandra, als sie es malte noch nicht an mein Leben mit dem Musenkind gedacht. Oder vielleicht doch? Damals, als die Wikinger noch im großen Teich schliefen und das Atelier "herzensart" noch im Reich der Ideen auf seine Entdeckung wartete.

Liebste Weggefährtin, es bleibt spannend. Alles Liebe Dir, Deinen wundervollen Schöpfungen und der Kunst Deines Herzens!


11. Januar 2008

Das Märchen vom roten und grünen Käppchen.

Es war einmal...

Dort am Teich, wo Nebel steigen
sitzt ein Wassermann und wacht.
Tief am Grunde liegt verborgen,
was Du gesucht in dunkler Nacht.


Deine Träume und Dein Sehnen,
Deine farbenfrohe Welt.
Dein Erschaffen, Deine Pläne
das, was Dir Dein Herz erzählt.


Wo die roten Pilze stehn,
bei den Reh`n willst Du verweilen.
Dorthin soll die Reise gehn,
dahin wolln die Schuhe eilen.


Ist das Land hinter den Bergen,
je zu finden, bleibts verborgen?
Wo Schneewittchen bei den Zwergen,
wartet auf den frischen Morgen.


Wollen Wölfe uns verschlingen?
Werden Spukgestalten lachen?
Nein, Du wirst sie doch bezwingen,
all die Geister, all die Drachen.


Und der magische Moment
läßt Dich durch die Tore schreiten,
wo Dein freudig Herz erkennt,
Welten, Weiten, Herrlichkeiten.


Schreitest durch die Tür der Wahrheit,
bist daheim, bist angekommen.
Stehst im Lichte, bist in Klarheit
und Dein Traum, er hat gewonnen.


Ist das Märchen jetzt zu Ende?
Oder ist es der Beginn?
Wenns in einem Buche stünde,
schriebe ich es gerne hin.


Macht Euch selber einen Reim,
braucht es nur dem Wald zu klagen.
Dort ist Tausendschön daheim.
und sie kann Euch alles sagen.


Die Begegnung mit zwei Künstlerinnen lässt Silke ihren Weg finden. Und der führt in den dunkelgrünen Frankenwald. In seinen Tiefen findet sie das einst im Seelenteich verloren Gegangene. Leise, von einem Windhauch getragen, flüstern ihr die Waldbewohner die Geheimisse ihrer Zauberwelten zu. Und Tausendschönchen trägt sie nach Hause, lässt sie durch den Pinsel fließen, lässt Nadeln tanzen, bringt Nähmaschinen zum Singen. Ihr kleines Mädchen mit dem roten Käppchen, geht hinaus in die Welt, erlöst, heiter, voll Lebensfreude. "Komm mit!"" ruft es. "Komm mit in meine glitzerbunte Welt und vergiß nie, dass Märchen eine Botschaft für Dich bereit halten."


Silkes Blog

(Alle Fotos copyright by Silke Cudjoe)


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9. Dezember 2008

Elfenweihnacht

Ja, es stimmt tatsächlich, selbst unter Zauberfeen und Trollen kann es an Weihnachten Streit geben. Wer darf die Geschenke bringen, ist hier die Frage. Wers gerne wissen möchte, bekommt auch die Geschichte von der wunderbaren Wandlung einer Krüppeltanne erzählt, erfährt von einem Waisenjungen, der mit einem verlassenen Hund Freundschaft schließt oder wundert sich über den Einfallsreichtum eines Weihnachtsmannes, der sich ausgerechnet am Heiligen Abend das Bein bricht.
Diese und andere zauberhafte Weihnachtsgeschichten sind in der Anthologie "Weihnachten mit der Elfenschrift" erschienen. Die Sammlung ist im Buchhandel erhältlich, sowie über amazon oder direkt per email: info@elfenschrift.de bestellbar.


Ulrike Stegemann, nicht nur Elfenbeauftragte, sondern ebenso Mitautorin der Märchensammlung und anderer poetischer Werke, ist Herausgeberin des kleinen phantastischen Literaturheftchens "Elfenschrift".
Zu entdecken gibt es hier viel Elfenhaftes, eine Künstlerecke mit Galerie, Wissenswertes über Ausschreibungen und Autorenlesungen. Wer über Ulrike und ihr magisches Leben mehr erfahren möchte kann einen Blick auf ihre Webseite "world-phantastika" werfen.

Ich wünsche Euch vergnügliche Stunden im Reich der Feen und Trolle!

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2. Dezember 2008

Anastassja Archipowa und die Schneekönigin

Im Reich der Märchen ist Anasstasja Archipowa eine Zauberin der Malkunst.
Ihre Illustrationen sind von zerbrechlicher, transparenter Schönheit.

Jeder Figur schenkt sie eine einmalige Persönlichkeit, ob in höfischer Eleganz oder in trauriger Armut. Anastassja liebt ihre Figuren, vertieft sich in sie, zaubert Empfindungen auf ihre Gesichter und stattet sie mit allem aus was ihre Person ausmacht. Ob Fächer, Schmuck, Kopfputz oder Spielzeug, die Requisiten sind bis in Detail dargestellt. Die Schauplätze der Handlung spiegeln auf wundersame Weise die Stimmung und Gefühle wieder, die die Märchenfiguren erleben, erleiden oder beglücken.


Die Künstlerin wurde 1955 in Moskau geboren. Nach ihrem Studium an der Surikoff Kunstakademie begann ihre Karierre als Plakatdesignerin. Mitte der siebziger Jahre begann sie mit ihren ersten Illustrationen. Mit ihren Bildern bereicherte sie die Stücke von Shakespeare, Cervantes, Molière und Goethe. Es folgten Illustrationen russischer wie anderer klassischer Märchen. Seit 1985 arbeitet Anastassja Archipowa für den Esslinger Verlag. Die Märchen von Hans-Christian Andersen liebt sie besonders.

Anastassjas Bilder werden weltweit ausgestellt. Sie erhielt zahlreiche Preise und Anerkennungen. Sie lebt im Kreis ihrer Familie in einem Landhaus nahe Moskau.

Die Schneekönigin

In einer großen Stadt lebten zwei Kinder. Sie waren nicht Bruder und Schwester, aber sie waren einander so gut, als ob sie es gewesen wären. Ihre Eltern wohnten in zwei gegenüberliegenden kleinen Dachkammern. Vor den Fenstern waren große, hölzere Kästen angebracht. Darin wuchsen die herrlichsten Rosen. Da die Kästen sehr hoch waren, erhielten die Kinder oft die Erlaubnis, aus dem Fenster zu steigen und bei den Rosen zu sitzen. Da spielten sie dann glücklich.


An einem Wintertag erschien Kay mit seinem Schlitten bei Gerda und rief: "Ich fahre nun auf den großen Platz wo die anderen Kinder spielen!" Und weg war er. Auf dem Platz ging es lustig zu. Die kecksten Knaben banden ihre Schlitten an den Wagen der Landleute fest und ließen sich ein Stück ziehen. Mit einem Mal war ein großer Schlitten da, und darin saß jemand, der in einen weißen Pelz gehüllt war.


Ohne Handschuhe und ohne Stiefel lief Gerda, in der entsetzlichen Kälte der Finnmark, vorwärts. Da kam ihr ein ganzes Regiment von Schneeflocken entgegen, das waren die Vorposten der Schneekönigin. Sie wurden immer größer und fürchterlicher.


Das eine Bett war weiß und in dem lag die Prinzessin; das andere war rot, und darin sah die kleine Gerda einen braunen Nacken. "Kay!" rief sie laut. Aber es war nicht Kay, sondern ein junger Prinz, und da weinte sie bitterlich und erzählte der Prinzessin und dem Prinzen ihre traurige Geschichte.


Kay war blau vor Kälte, aber er merkte es nicht, denn die Schneekönigin hatte ihm den Frostschauer abgeküßt, und sein Herz glich einem Eisklumpen.


Dann gingen Gerda und Kay Hand in Hand. Es war ein herrlicher Frühling mit Blumen und Grün; die Glocken läuteten und sie erkanntend die Stadt, in der sie wohnten. Sie gingen zur Tür der Großmutter in die Stube hinein, wo alles wie früher war. Und als sie durch die Tür gingen, bemerkten sie, dass sei erwachsene Menschen geworden waren. Und die Rosen blühten zum Fenster herein. Da sassen sie beide, erwachsen, doch Kinder im Herzen, und es war ein warmer, wohltuender Sommer.

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