Donnerstag 5. März 2009

Einer dieser Tage


Schon früh um sieben wußt ichs genau,
der Tag bleibt bescheiden,
ich mach heute blau.

Ich steig aus dem Bett, ich steig wieder ein,
ich steig wieder aus,
ich stoß mich am Bein.

Ich möcht heute heulen, ich möcht heute lachen,
genauer gesagt,
möcht ich gar nichts mehr machen.

Ich nehme ein Tuch, es kommt grade recht
für den Spiegel im Bad,
denn sonst wird mir schlecht.

Ich hole mir Brötchen, der Magen bleibt zu,
das Telefon klingelt,
ach, lasst mich in Ruh.

Der Tee, den ich trinke, fließt über die Decke,
der Erfinder meint wohl
sie erfüllt ihre Zwecke.

Ich möchte zum Meer, zu den Büschen und Weiden,
ich will wieder heim,
ich kann mich nicht leiden.

Ich treff meinen Nachbarn, ich fand ihn schon netter,
heut ist er komisch
und schuld am Wetter.

Ich öffne ein Buch, es handelt vom Glück,
ich find es verlogen
und bring es zurück.

Zum Tanzkurs am Abend, da geh ich nicht hin,
bei meinem Getrampel
hat das keinen Sinn.

Mein Arzt sagte neulich ich sei kerngesund,
mir hilft das nicht weiter,
ich fühl mich am Hund.

Ich hol einen Stift und kritzle herum,
ich streiche es durch,
ich finde mich dumm.

Ich suche den Schnaps und keiner im Haus,
mit so einem Fäßchen
da hielt ich es aus.

Das ist nicht dein Tag, so spricht man zu mir.
Da frag ich bescheiden:
Was macht er dann hier?



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Kommentare:

  1. Mein persönliches Rezept für solch einen Tag: im Bett liegen bleiben und sich selbst nach Strich und Faden verwöhnen!
    Ganz liebe Grüße
    Sonja

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  2. mein deutsch ist, glaub ich, nicht sehr gut.

    danke für deine liebe worten auf meinen blog.
    ich besuche sie auch gerne.
    biss nächtes mal u. morgen höffentlich ein guten tag :o))

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  3. Ich glaub ich hab mein naam vergessen zu vermelden?
    nogmal probieren....
    grusse, Anna

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  4. Ich leg mich heute dazu. Muss nur noch einen Babyitter

    LG Dane

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  5. liebe Cornelia, es gibt diese Tage, an denen man nicht weiß, warum sie eigentlich da sind ... Du beschreibst ganz wunderbar einen solchen ... so schön bildhaft, als ob ein kleiner Film vor meinen Augen abläuft, während ich Deine Zeilen lese!
    manchmal weiß man auch an solchen Tagen nicht so recht, was man mit sich anfangen oder wie man die Stunden verbringen soll, die einem dann oft besonders lange vorkommen. Aber solche Tage gehören nunmal dazu, genau wie die schönen, wo man vor Freude und Übermut das Tuch vor dem Spiegel wegreißen und sein Spiegelbild mit großen Augen anstrahlen kann ... c'est la vie :-)))
    herzliche Grüße aus dem Regen, der mir seit heute morgen schon ziemlich auf die Nerven geht, von der Rosabella ♥

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  6. Wie wunderbar du einen dieser Tage, die einfach immer mal wieder vorkommen, beschreibst!
    Liebe Grüsse
    Doris

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